15. Mai 2026

Die Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee

Am gestrigen Tag, dem 27. Januar, heute vor 81 Jahren, wurden die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz befreit. Als Einheiten der Roten Armee in Auschwitz, das etwa 60 Kilometer von Krakau entfernt liegt, eintrafen, fanden sie rund 7000 Häftlinge in den Baracken vor. Auschwitz war das größte Vernichtungslager der Nationalsozialisten, in dem 1,1 Millionen Menschen mit Giftgas ermordet wurden. Aufgrund seiner Größe wurde Auschwitz auch ein wichtiger Knotenpunkt für die deutsche Industrie, beispielsweise für die IG Farben AG, die dort Großprojekte für den Krieg verwirklichte.

Zusammen mit Auschwitz stehen die über 2000 Konzentrations- und Arbeitslager als Schandfleck in der Menschheitsgeschichte. Ihre Geschichten und Erlebnisse sollten uns stets vor Augen führen, welche Verantwortung wir tragen. Wir haben die Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass das Unmenschliche nie wieder möglich wird. Antifaschismus erfordert, neben dem Gedenken, gerade in diesen Zeiten einen aktiven Einsatz. Rassismus und Ausgrenzung sind gesellschaftsfähig geworden und werden aktiv vom kapitalistischen Staat gefördert. Der NSU-Skandal, der Aufstieg der AfD, rechte Strukturen im Staatsdienst wie bei Polizei und Bundeswehr, ungestrafte rechte Straftäter sowie Gewalt gegen Geflüchtete in Deutschland machen deutlicher denn je, dass der Faschismus nicht nur weiterhin präsent ist, sondern täglich wächst. Auch die Instrumentalisierung von Attentaten, um rechte Hetze zu betreiben und Neonazis auf die Straßen zu mobilisieren, wurde toleriert und von den Medien unterstützt.

Dass zudem der deutsche Staat seine eigene Vergangenheit kaum hinterfragt hat, zeigt die Tatsache, dass erst 60 Jahre nach Kriegsende der Bundestag eine Liste von Politikern aus allen Parteien mit NS Vergangenheit veröffentlichte. Das Ergebnis: Nach 1945 waren 25 Minister, ein Bundespräsident und ein Bundeskanzler der Bundesrepublik in NS-Organisationen.