13. Mai 2026

Angriff auf das Schiff Handala

Es wurde bekannt gegeben, dass das neue Schiff Handala der Freedom Flotilla Coalition (FFC), das sich auf dem Weg nach Gaza befand, angegriffen wurde. Das Hilfsschiff mit Nahrung und Medikamenten für Gaza wurde 73 Kilometer vor der Küste in internationalen Gewässern von der israelischen Armee gestoppt. Die Free Flotilla Coalition sprach von einem Bruch des Seerechts. Anwälten der NGO Adalah wurde laut AFP der Zugang zu den festgesetzten Aktivist:innen verweigert. Israels Außenministerium erklärte, das Schiff habe versucht, illegal die Blockade zu durchbrechen. Solche Aktionen seien gefährlich und würden humanitäre Bemühungen untergraben.

Es wurde berichtet, dass Drohnen über dem Schiff gesichtet wurden, woraufhin Emma Fourreau, ein Passagier des Schiffes Handala, einen Beitrag in den sozialen Medien veröffentlichte. Fourreau schrieb: „Die israelische Armee ist hier. Wir sehen uns bald. Beendet den Völkermord.” und kündigte damit den Beginn des Angriffs auf das Schiff an. Fourreau gab an, dass die Passagiere ihre Telefone ins Meer geworfen hätten. 

In einem Beitrag auf dem Telegram-Konto der Freedom Flotilla Coalition hieß es: „Israelische Streitkräfte haben in internationalen Gewässern illegal das Schiff „Handala” gekapert und 21 unbewaffnete Zivilisten entführt.

Fordern Sie Ihre Regierung auf, sich nicht länger an den Kriegsverbrechen Israels zu beteiligen, die ungehinderte Lieferung humanitärer Hilfe sicherzustellen und die sofortige Freilassung aller Besatzungsmitglieder zu gewährleisten.”

Die Aktivist:innen wollten aber nicht nur Hilfsgüter transportieren, sondern auf die Hungersnot in Gaza aufmerksam machen. Laut Gesundheitsbehörde starben zuletzt sechs Menschen an Mangelernährung, insgesamt sind es seit Kriegsbeginn 133, darunter 87 Kinder. Bei israelischen Angriffen wurden am selben Tag mindestens 53 Menschen getötet – viele von ihnen bei der Suche nach Lebensmitteln.

Das UN-Welternährungsprogramm warnt: Rund 470.000 Menschen hungern akut, 90.000 Frauen und Kinder brauchen medizinische Hilfe. Während Israel behauptet, es gäbe kein Verhungern in Gaza, kündigte das israelische Militär Luftabwürfe von Hilfsgütern und tägliche Feuerpausen an. UNRWA-Chef Philippe Lazzarini kritisierte die Maßnahmen als unzureichend. Eine dauerhafte Waffenruhe sei nötig. Gespräche über einen längeren Waffenstillstand wurden von Israel zuletzt blockiert.