Am Freitag, dem 7. März 2025, hat die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Dortmund zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen, in denen ver.di eine Gehaltserhöhung von mindestens 350 Euro brutto pro Monat bzw. 8 Prozent fordert. Für Auszubildende soll die Vergütung um 200 Euro monatlich steigen. Zudem verlangt die Gewerkschaft eine garantierte Übernahme nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung. Die Arbeitgeber haben bislang keine Zugeständnisse gemacht, weshalb die Verhandlungen nun in die dritte Runde gehen.
Der Streik hat massive Auswirkungen auf viele Bereiche des öffentlichen Lebens in Dortmund. Betroffen sind unter anderem die Stadtverwaltung, städtische Kitas, das Klinikum Dortmund, die Sparkasse Dortmund, das Theater Dortmund sowie die Müllabfuhr (EDG). Besonders spürbar ist der Streik im Nahverkehr: Sämtliche Stadtbahn- und Buslinien von DSW21 fielen heute aus, auch die NachtExpress-Linien sowie die ExpressBuslinie X13 sind betroffen. Nicht bestreikt werden hingegen die H-Bahn und die Flughafen-Sonderlinien.
Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal äußerte Verständnis für die Forderungen der Gewerkschaften, verwies jedoch auf die finanziellen Herausforderungen der Stadt. Er rief dazu auf, eine schnelle Einigung zu finden, um weitere Streikmaßnahmen zu vermeiden.
Während die Preise steigen und die Belastung für die Beschäftigten zunimmt, blockieren die Arbeitgeber jegliche Verbesserung der Löhne und Arbeitsbedingungen. Der öffentliche Dienst wird von den Beschäftigten am Laufen gehalten – doch ihre harte Arbeit wird nicht angemessen entlohnt. Die Ignoranz der Arbeitgeber zeigt einmal mehr, dass Verbesserungen nicht geschenkt, sondern erkämpft werden müssen. Die nächste Verhandlungsrunde findet vom 14. bis 16. März 2025 in Potsdam statt. Sollte es bis dahin keine Einigung geben, wird der Druck weiter erhöht – denn ohne die Arbeiterklasse steht alles still.
