9. Juni 2026

Griechische Hafenarbeiter:innen verhindern Waffenlieferung an Israel

Vergangene Woche blockierten dutzende Arbeiter:innen des Hafens von Piräus das Verladen von 21 Tonnen Munition. Das Ziel dieser Munition: der Hafen von Haifa, Israel. Die Ladung kam zuvor per LKW aus Nordmazedonien und sollte auf ein unter der Flagge der Marshallinseln fahrendes Schiff geladen werden.

Die Gewerkschaft der Hafenarbeiter:innen beschloss die Blockade am Tag zuvor bei einer Vollversammlung. Laut dem Vorsitzenden der Gewerkschaft dürfe der Hafen von Piräus nicht zum Sprungbrett für den Krieg werden. Keine Waffen oder Munition, die in Gaza für einen Völkermord eingesetzt werden sollen, dürfen durch den Hafen gelangen. Sie riefen zu Protesten auf gegen den Genozid in Gaza und für die Freiheit Palästinas. In Folge der Blockade veröffentlichte die Gewerkschaft Bilder auf denen Slogans zu sehen waren wie „Mörder, raus aus dem Hafen!“. 

Mehrere Gewerkschaften und lokale Gruppen beteiligten sich an den Protesten der Hafenarbeiter:innen. Solidarität mit Palästina und die Ablehnung von Krieg und Imperialismus waren der Konsens der Beteiligten. 

Das standhafte Verhalten der Hafenarbeiter:innen von Piräus zeigt, dass die Organisation von Arbeiter:innen und Werktätigen der größte Schreck für den Kapitalismus und Imperialismus bedeuten kann. Eine Gewerkschaftsgruppe in einem Hafen dieser Welt hat es geschafft an einem Tag, durch Organisation, 21 Tonnen Munition zu blockieren. Man möge sich bloß vorstellen, was im Rahmen des möglichen wäre, wenn sich die Mehrzahl aller Arbeiter:innen und Werktätigen dieser Welt unter der Fahne des Antiimperialismus und Antikapitalismus zusammenschließen würden.