Im Jahr 2015 versammelten sich hunderte überwiegend Jugendliche aus fortschrittlichen, linken Organisationen wie „Sosyalist Gençlik Dernekleri Federasyonu” (Föderation der sozialistischen Jugendverbände der Türkei) in der Stadt Suruç. Es sollte eine Reise in die Stadt Kobane in Rojava (Nordsyrien) werden, um beim Wiederaufbau zu helfen.
In ihren Taschen hatten sie Spielzeuge für die Kinder dort dabei. Diese Hilfskampagne sollte dazu dienen, Spielplätze zu errichten. Das Motto hieß: „Wir haben es gemeinsam verteidigt, wir werden es gemeinsam aufbauen!“.
Doch durch einen Selbstmordattentäter des IS, der sich in der Menge in die Luft sprengte, wurden 34 junge Menschen ermordet und hundert weitere verletzt.
Es folgten daraufhin noch weitere Attentate in verschiedenen Städten durch den IS. Nach diesem Attentat liefen Polizeikräfte an den verletzten Personen vorbei und blockierten sogar die Krankenwagen. Nicht ohne Grund wird hierbei eine Zusammenarbeit des IS und des türkischen Staates vorgeworfen. Und auch 9 Jahre später geht der türkische Staat massiv gegen die kurdische Bewegung vor. Militärisch wird immer weiter aufgerüstet, wobei auch immer mehr Soldaten involviert und illegale Kontrollpunkte an der irakischen Grenze errichtet werden.
Diese Geschichte und auch die aktuelle Situation auf der Welt zeigen uns, dass der Faschismus immer weiter wächst und in diesem System keine Maßnahmen dagegen ergriffen werden. Der Faschismus wird sogar aktiv unterstützt und verharmlost, da er für die Verteidigung der Interessen der Kapitalisten von großer Bedeutung ist.
