Das 21. Jahrhundert entwickelt sich zu einer Zeit, in der sich mehrere Krisen in einem in der Geschichte der Menschheit beispiellosen Ausmaß überschneiden und alle Räder des Systems gleichzeitig ins Stocken geraten. Unter dem Einfluss dieser umfassenden Krisenbedingungen, die alle Bereiche des sozialen Lebens und der internationalen Beziehungen betreffen, verschärfen sich die Hauptwidersprüche, die das System prägen, von Tag zu Tag. Die Folgen davon sind in der heutigen Welt weit verbreitete und vielfältige soziale Konflikte. Der gesellschaftliche Widerstand nimmt weltweit immer massivere Ausmaße an und wird von Jahr zu Jahr stärker, indem er sich in Form von Aufständen und Protestaktionen äußert.
Die seit der zweiten Hälfte der 2010er Jahre in unterschiedlicher Form aufkommenden Volksbewegungen dürften seit 2025 in eine neue Phase eingetreten sein. Die fast zeitgleichen Aufstände auf verschiedenen Kontinenten im September dieses Jahres markierten einen Wendepunkt, an dem die Völker und die Arbeiterklasse ihre Forderungen nach Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit lautstark zum Ausdruck brachten. Die Proteste, Streiks und Volksaufstände, die auf verschiedenen Kontinenten ausbrachen, waren Ausdruck der sozialen Wut, die sich aufgrund von Wirtschaftskrisen, autoritären Regierungen, Korruption und neoliberalen Politiken angestaut hatte. Trotz lokaler Unterschiede schlossen sich diese Kämpfe zu einer gemeinsamen sozialen Dynamik zusammen und bildeten eine globale Welle des Widerstands.
In Asien war Nepal der Schauplatz einer Massenerhebung, die mit Aktionen von mehrheitlich Jugendlichen gegen Korruption begann. In Indien führte die Arbeiterklasse das Erbe historischer Kämpfe in die Gegenwart fort. Streiks, die mit wirtschaftlichen Forderungen begannen, nahmen mit Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit einen breiteren Charakter an. Auch in Bangladesch, Sri Lanka und Timor-Leste gingen Jugendliche und Arbeiter gegen Armut und Ausbeutung auf die Straßen. In Brasilien, Mexiko und Peru gingen Arbeiter, indigene Völker und Jugendliche gegen Arbeitslosigkeit, ökologische Zerstörung und Korruption auf die Straße.
In Europa hat Frankreich der historischen Kampflinie der Arbeiterklasse ein neues Kapitel hinzugefügt. Die Generalstreiks, an denen Millionen Menschen gegen die Sparpolitik teilnahmen, waren nicht nur ein Kampf um Löhne, sondern auch ein Widerstand gegen die Klassenherrschaft des Kapitals. In Italien fanden Streiks im Luftverkehr und in den Häfen statt, während gleichzeitig Generalstreiks zur Unterstützung Palästinas organisiert wurden. In Rumänien und anderen Ländern verwandelten die Arbeiter die wachsende Wut über die Arbeitsbedingungen in gemeinsame Klassenforderungen. In Afrika stach Marokko hervor. Die Streiks der Beschäftigten in den lokalen Verwaltungen wurden mit der Unterstützung der Gewerkschaftsbewegung zu einem Massenkampf.
Der September 2025 ging als historisch bedeutsamer Monat in die Geschichte ein, in dem sich die Völker und Arbeiter der Welt in verschiedenen Regionen gleichzeitig erhoben. Diese vielschichtige Widerstandsbewegung entstand zwar aus den unterschiedlichen Problemen der einzelnen Länder, vereinte sich jedoch in ihren grundlegenden Forderungen und läutete eine neue Ära des Widerstands ein.
