13. Mai 2026

Friedrich Engels Gedenkdemonstration in Wuppertal

Anlässlich des 130. Todestages des in Wuppertal geborenen Revolutionärs Friedrich Engels sind auch dieses Jahr wieder viele junge Menschen auf die Straße gegangen. Die diesjährige Losung lautete angesichts des wachsenden Rechtsrucks und der steigenden Weltkriegsgefahr „Gemeinsam gegen Krieg und Faschismus“.

Wie bei den früheren Gedenkdemonstrationen, vor dem willkürlichen Polizeiangriff im Jahr 2021, waren wenige Polizeikräfte vor Ort präsent. Dies steht vor allem im Zusammenhang mit der intensiven Öffentlichkeitsarbeit der Aktivist:innen, die im Rahmen zahlreicher Gerichtsverfahren und darüber hinaus immer wieder die brutale Gewalt seitens der Wuppertaler Polizei in den Fokus rückten. Spätestens nach dem offiziellen Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts, das den Angriff auf die Engels Demo und ihre Auflösung als rechtswidrigen Akt der Polizei einstufte, hält sich die Gruppe um den Hauptverantwortlichen Polizeihauptkommissar Patrick Gröteke bedeckter.

Auf der anderen Seite gab es eine kämpferische Stimmung bei den Teilnehmer:innen der Engels Demo, die überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene waren. In den Reden wurde immer wieder auf Engels‘ revolutionären Charakter und die Bedeutung seines Werkes eingegangen. Auch wurde erklärt, dass die demokratischen Rechte, die von den Herrschenden in diesem System ins Visier genommen werden, wie beim Beispiel der Engels Demo 2021 nur kämpfend verteidigt werden können. Zu den teilnehmenden Organisationen gehörten RJ (Revolutionärer Jugendbund), Bir-Kar (Plattform für die Einheit der Arbeiter und Freundschaft der Völker), Trotz Alledem, MLPD (Marxistisch Leninistische Partei Deutschlands), PIA (Plattform internationaler Arbeiterinnen), KP (Kommunistische Partei) und FKO (Föderation klassenkämpferischer Organisationen).

Auf der Route, die hauptsächlich durch das Wuppertaler Zentrum und die Innenstadt verlief, wurden durchgehend Slogans gerufen. Lautstark wurde der Faschismus verurteilt und eine klare Haltung gegen Krieg und Waffenexporte gezeigt. Außerdem solidarisierten sich die Teilnehmer:innen aktiv mit dem unterdrückten palästinensischen Volk, das seit zwei Jahren unter dem zionistischen Vernichtungskrieg leidet. Die kämpferische Stimmung sowie die spontanen Agitationsreden an die Passant:innen erregten viel Aufmerksamkeit und bekamen durch Applaudieren auch viel Zustimmung. Das Ende der Versammlung fand traditionell im Engelsgarten am Engels Denkmal statt, wo das Lied Internationale gesungen wurde.