Seit mehreren Jahren ist immer wieder die Rede von Stellenabbau bei ThyssenKrupp im Ruhrgebiet. Die Konzernbosse begründen dies jedes Mal damit, dass der Stahlbau im Ausland günstiger sei und man aus diesem Grund Stellen streichen müsse. Nun wurde bekannt, dass sich der Konzern darauf vorbereitet an die Börse zu gehen. Sektoren wie der Marinebau und die Waffenindustrie boomen, sodass in Zukunft mit hohen Profiten zu rechnen ist. In Zeiten von Kriegen, auf denen Konzerne wie ThyssenKrupp hoffen, werden die Konzerne große Gewinne erzielen.
Der Stellenabbau soll im Ruhrgebiet mit etwa 1.000 Beschäftigten beginnen. Geplant ist, das Stahlgeschäft zu 50 Prozent an einen Investor zu verkaufen. Derzeit verhandelt IG Metall wohl mit dem Management über den Wegfall von 11.000 bis 26.000 Stellen im Stahlsektor.
Zuletzt hatte der Konzern allein im Stahlbereich einen Jahresumsatz von 12.1 Milliarden Euro erzielt. Dabei kamen durch stattliche Finanzierung, um die Stahlindustrie im Ruhrgebiet zu erhalten 700 Millionen Euro Fördergelder zusammen. Weitere 1.3 Milliarden Euro sollen noch kommen.
Trotz der Milliardengewinne dieses Konzerns, des Börsengangs und der staatlichen Fördergelder ist weiterhin von Stellenabbau die Rede.
