Jemen
Die USA hat in der letzten Woche Luftangriffe auf den Jemen ausgeführt. Nach den Aussagen von US-Politikern und Medien waren das Ziel dieser Angriffe die Houthis. Faktisch haben sie mit diesen Angriffen über 40 Zivilisten getötet und nichts anderes als den Widerstand der Houthis gegenüber dem US-Imperialismus und seinen Verbündeten weiter zementiert.
Die Houthis hatten in den vergangenen Monaten Frachtschiffe die Richtung Israel unterwegs waren aufgehalten bzw. die Durchreise Richtung Israel verhindert. Ziel war es den Genozid in Palästina durch das zionistische Projekt zu Schwächen. Die USA, ganz nach ihren imperialistischen Interessen, haben dies als Angriff auf sich und ihre Ziele im Nahen Osten gewertet und bombardieren jetzt seit Jahren hungernde Zivilisten.
Im gleichen Zug wird in den Medien nicht über diese Schandtaten des US-Imperialismus berichtet, sondern darüber geredet, dass die Planung dieser über die Chat-App Signal lief. Dies zeigt mal wieder was Journalismus im kapitalistischen System bedeutet. Die Sensation, die Clicks und im Endeffekt das damit zu erwirtschaftende Geld ist der ausschlaggebende Punkt, und nicht die Aufgabe zu informieren.
Grönland und Kanada
Seit dem Amtsantritt Trumps wird auf Regierungsebene darüber geredet, dass Grönland von den USA annektiert werden soll. Zu Beginn nahm man diese Aussagen wenig ernst. Nun war der Vize-Präsident der USA, J.D. Vance, in Grönland und besuchte dort einen US-Stützpunkt. Dort, auf grönländischen Boden, sprach J.D. Vance davon Grönland in die USA zu inkorporieren. Trump hat in den letzten Tagen auf Fragen zu Grönland immer wieder verlauten lassen, dass er alles in seiner Macht Stehende tun wird, um Grönland in seine Hände zu bekommen.
Grönland scheint auf den ersten Blick uninteressant zu sein für einen Staat wie den amerikanischen. Wenn man sich die Situation genauer anschaut, sieht man aber die wahren Absichten der USA. Grönland hat eine Fläche von 2,166 Mio. km² die größtenteils von Eis bedeckt ist und eine Einwohnerzahl von knapp unter 60.000. Gleichzeitig machen sich durch den vom Kapitalismus geschaffenen Klimawandel und das dadurch schmelzende Eis auf Grönland riesige Flächen auf, die, laut Analysen der Region, voll mit Öl und anderen Bodenschätzen sein sollen.
Die USA MÜSSEN, ihre imperialistischen Interessen verfolgend, auf die ein oder andere Art Kontrolle über die Ölreserven dieser Welt haben. Und Grönland macht, zu ihrem Nachteil, durch das Fortschreiten der Eisschmelze ein neues Stück Land auf, dass zu kontrollieren gehört.
Ähnlich wurde in den letzten Monaten mit Kanada umgegangen. Trump und seine Gefolgsleute nannten Kanada den 51. Staat der USA, drohten mit Zöllen (die schließlich auch Realität wurden) und forderten Unterordnung. Der Unterschied zu Grönland ist hier nur, dass Kanada, durch seine größere Wirtschaft, Population und eigenständigen Interessen auf dem kapitalistischen Schauplatz, der sich dieses System schimpft, mehr Handlungsspielraum hat.
Ukraine
Trump versprach bei Amtsantritt den Krieg in der Ukraine zu Beenden. Zum einen hat er von Beginn an damit selbst bestätigt, dass nicht die Ukraine bzw. Zelensʹkyj und seine Bande, die Entscheidung treffen gegen Russland zu kämpfen oder nicht, sondern die USA.
Zum anderen hat das ganze Vorhaben diesen Krieg zu beenden nicht ganz funktioniert. Und zwar konnte man sich nicht mit Russland und allen anderen Parteien die ihre Hand im Spiel haben, wie die EU, insbesondere Deutschland und Frankreich, und den UK, einigen. Und dabei waren die Streitpunkte gar nicht irgendwelche Interessen der Ukraine, geschweige den der Menschen die in dem von der Ukraine beanspruchten Gebiet leben, oder die Grausamkeit des Krieges selbst, sondern man konnte sich nicht einigen wie die Ukraine und besonders ihre Bodenschätze und Wirtschaftszweige aufgeteilt werden, nachdem der Krieg vorbei ist. Wer bekommt die Weizenerträge, wer das Erz? Wer bekommt die Fabriken? Wer darf Gas liefern und wo durch?
Das zeigt wieder ganz genau: Die Waffen, die von den USA an das ukrainische Regime geliefert wurden und für die keine Zahlung von der Ukraine kamen, waren keine „Hilfe“. Es waren Investitionen, die auf dem Blut der Soldaten und Zivilisten basieren.
Palästina
Die Waffenruhe in Gaza wurde am 18.03.2025, dem Tag der politischen Gefangenen, annulliert und der Genozid dauert an. Allein an diesem Tag, dessen Bedeutung bis heute für den Widerstand hoch ist, wurden 400 Palästinenser:innen durch das zionistische Regime ermordet. In der West Bank werden täglich Palästinenser:innen ermordet oder gefangen genommen. Der Genozid durch Israel, der Stützpunkt des US-Imperialismus in Nahost, geht also auch unter Trump weiter. Denn Grund und Boden und die Kontrolle darüber ist das, was der US-Imperialismus anstrebt, und wenn das über Kinderleichen geht.
Schlussfolgerung
Die USA und ihre imperialistischen Interessen werden immer wichtiger und stellen sich offen und deutlicher dar denn je. Der Krieg der angezettelt wird, wird praktische im Internet Live gezeigt. Die eigentlichen Ziele werden offener ausgesprochen und es kommt ein immer größer werdender Nachdruck von den USA aus.
Die Gründe dafür sind simpel: Die USA ist nicht mehr der Nummer 1 Player, sozusagen, im Vormachtkampf der des kapitalistisch-imperialistischen Staaten hinter China gefallen. Und ein Staat der seinem Scheitern, im Sinne der imperialistischen Interessen, ins Auge sieht, nimmt das nicht einfach ohne Reaktion hin. Der Machtkampf der Imperialisten wird extreme Konsequenzen haben, ob im Inland, wie in den USA, wo die Hälfte an Kindern hungert und die ökonomische Lage sich eher verschlechtert, oder im Ausland, wenn Rohstoffe von seinem Feind, China, kontrolliert werden.
Ganz davon abgesehen: Das Einzige, was dieses System in irgendeiner Form anfechten kann, ist die Organisierung der Arbeiterklasse und ihrer Bildung zu einer All umfänglichen Masse an Menschen die wissen, was ihr Ziel ist, nämlich eine solidarische Gesellschaft frei von Ausbeutung, Unterdrückung und Krieg.
