9. Juni 2026

Genozid an den Palästinenser:innen: Israel beendet Waffenruhe mit Luftangriffen

Nach dem Auslaufen der Waffenruhe setzt Israel den Genozid in Palästina fort: Besonders betroffen ist die Stadt Rafah, in der Hunderttausende Geflüchtete derzeit unter katastrophalen Bedingungen leben müssen. 

Die Zahl der Todesopfer durch die israelischen Angriffe liegt laut offiziellen Seiten derzeit bei 50.000, die Dunkelziffer liegt laut Schätzungen bei etwa 100 000 Toten – genau kann die Zahl aktuell  nicht mehr  erfasst werden, weil die Infrastruktur zur Dokumentation der Toten weitgehend zerstört ist. Zudem werden viele die Toten, die durch Krankheiten oder Unterernährung sterben, nicht zuverlässig miterfasst. 

 Besonders zynisch ist dabei der Zeitpunkt der Fortsetzung des Mordens – am Tag der politischen Gefangenen begann Israel erneut mit massiven Angriffen, was als klare Machtdemonstration gegenüber dem palästinensischen Widerstandskampf gesehen werden kann: während tausende Palästinenser:innen in israelischen Gefängnissen gefoltert und unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten werden, setzt die Besatzungsmacht ihre Politik der Vernichtung fort.

Gleichzeitig weitet sich der Krieg aus: die israelische Luftwaffe führt Luftangriffe im Libanon durch, insbesondere gegen Stellungen der Hisbollah, aber auch gegen zivile Ziele. Israel rechtfertigt dies als „Vergeltung“ für Raketenangriffe, doch in Wirklichkeit handelt es sich um eine bewusste Strategie zur Destabilisierung der gesamten Region. Diese aktuelle Eskalation im Libanon zeigt außerdem, dass sich der Konflikt immer weiter ausdehnt. Die Hisbollah als bedeutende Widerstandskraft gegen den israelischen Expansionismus wird gezielt attackiert, um ihre militärischen Fähigkeiten zu schwächen und die regionale Vorherrschaft Israels weiter abzusichern. Dass dabei auch zivile Opfer in Kauf genommen werden, ist keine „Kollateralschaden“, sondern integraler Bestandteil der imperialistischen Kriegsführung, die darauf abzielt, durch Terror und Zerstörung jegliche Gegenwehr unmöglich zu machen.

Das Morden in Gaza ist kein bloßer „ethnischer Konflikt“ oder eine „Sicherheitskrise“, wie bürgerliche Medien es oft darstellen. Vielmehr handelt es sich um den Kampf eines unterdrückten Volkes gegen einen hochgerüsteten imperialistischen Staat, der mit der Unterstützung des westlichen Kapitals und seiner Militärmaschinerie kämpft. Die palästinensische Befreiung ist daher nicht nur eine nationale, sondern ein internationales Anliegen, das mit dem Kampf gegen den Imperialismus und für eine sozialistische Revolution verknüpft werden muss.