13. Mai 2026

„Kein Unterricht, wenn Gewalt herrscht“

Seit Tagen regt sich Widerstand gegen die zunehmende Unterdrückung und Tyrannei des reaktionär-faschistischen Regimes der Türkei. Seit vier Tagen boykottieren und organisieren die Student:innen in vielen Universitäten des Landes Proteste.

Trotz des täglichen Terrors durch Verhaftungen und Festnahmen gehen die Proteste weiter. An vielen Universitäten in Istanbul wird der Boykott seit Tagen fortgesetzt. Die Student:innen sind gestern vom Cevahir-Einkaufszentrum zum Maçka-Park marschiert.

Die Studierenden der Boğaziçi-Universität versammelten sich auf dem Güney-Platz um für die inhaftierten und verhafteten Menschen zu protestieren. Ein Transparent mit der Aufschrift „Kein Unterricht, wenn Gewalt herrscht“ wurde entrollt und Parolen wie „Allgemeiner Boykott, allgemeiner Widerstand“, „Gewerkschaften in den Dienst, Generalstreik“ und „Festnahmen, Verhaftungen, Unterdrückung können uns nicht entmutigen“ wurden skandiert.

Studenten der Mimar Sinan Universität der Schönen Künste demonstrierten auf ihrem Campus mit einem Transparent mit der Aufschrift „MSGSÜ boykottieren, Tayyip muss zurücktreten“.

Der Boykott wird an den Universitäten in Ankara fortgesetzt.

Student:innen und Fakultätsmitglieder der Hacettepe-Universität gaben vor der medizinischen Fakultät eine Erklärung ab. Nach der Erklärung marschierten sie zum Rektoratsgebäude. Der Dozent der Medizinischen Fakultät, Orhan Odabaşı, verlas die Erklärung vor der Medizinischen Fakultät. Am Ende der Erklärung skandierten die Studierenden „Überall METU, überall Widerstand“.

Der Boykott in Izmir geht weiter.

An der Ege-Universität versammelten sich die Student:innen am gestrigen Tag vor der Cafeteria und marschierten über den Campus. Während des Marsches riefen die Student:innen Slogans, wie „Grüße an die METU, setzt den Widerstand fort“, „Es gibt keine Rettung allein, entweder alle zusammen oder keiner von uns!“, solidarisierten sich und riefen zum Boykott auf.

Nach der Ankunft auf dem Festplatz wurde ein Forum organisiert. In diesem Forum wurde darüber diskutiert, wie der Prozess des Aktivismus aufgrund des Zuckerfestes am Leben erhalten werden kann, die Organisation von Fakultätsforen ablaufen kann und darüber geredet, wie Aktionsformen aussehen könnten und gemeinsame Aktionen mit streikenden Arbeiter:innen.

Der Boykott der Studierenden an der Anadolu-Universität in Eskişehir geht ebenfalls weiter. Journalist:innen, die die Aktion verfolgen wollten, wurden nicht auf den Campus gelassen. Die Entscheidung des Rektorats löste eine kämpferische Gegenreaktion der Journalist:innen aus.