9. Juni 2026

FIFA „Friedenspreis für Völkermörder Trump

Die von der FIFA (Fédération Internationale de Football Association) organisierte Weltmeisterschaft findet alle vier Jahre statt. Die FIFA, deren Turniere fast immer von Skandalen begleitet sind, hatte die Weltmeisterschaft zuletzt 2022 in Katar ausgerichtet. Dieses Turnier war geprägt von Verbrechen wie Bestechung, Stimmenkauf, Arbeiter:innen, die bis zum Tod arbeiten mussten, und anderen Menschenrechtsverletzungen. Asiatische Arbeiter:innen sollten bei den Bauarbeiten für die Weltmeisterschaft unter extremer Hitze stundenlang schuften, und viele von ihnen kamen aufgrund der brutalen Arbeitsbedingungen ums Leben.

Während die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft, die am 11. Juni beginnen soll, weiterlaufen, kam es bereits zu ersten Skandalen. Diesmal stand FIFA-Chef Gianni Infantino im Mittelpunkt dessen. Im Vorfeld der Auslosung zur Weltmeisterschaft 2026 überreichte er bei einer Zeremonie im Kennedy Center in Washington US-Präsident Donald Trump einen „Friedenspreis“. Infantino erklärte, dass die FIFA zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Friedenspreis verliehen habe, und betonte, dass Trump die Auszeichnung für seinen „Beitrag zum Weltfrieden“ erhalten habe.

In der Annahme, ihre schmutzige, blutige und von dunklen Skandalen geprägte Geschichte verschleiern zu können, hat die FIFA in einer eigenmächtigen Entscheidung einen Preis unter dem Namen „FIFA-Friedenspreis – Fußball vereint die Welt“ ins Leben gerufen. Mit dieser Entscheidung, die darauf abzielt, die Bemühungen um den Frieden zu diskreditieren, hat die FIFA die Schande auf die Spitze getrieben, indem sie den Preis an Trump, den Anführer der in Washington und Tel Aviv ansässigen Völkermordbande, verlieh. In einem auf der FIFA-Website veröffentlichten Beitrag zu diesem Thema, der von Gianni Infantino unterzeichnet wurde, richtete man folgende Worte an Trump:

„Sie haben den ersten FIFA-Friedenspreis für Ihren Einsatz und Ihre Bemühungen definitiv verdient, denn Sie haben auf unglaubliche Weise etwas erreicht. Sie können immer auf meine Unterstützung zählen, Herr Präsident, auf die Unterstützung der gesamten Fussballgemeinschaft – gemeinsam wollen wir Ihnen dabei helfen, Frieden zu stiften und die Welt überall zu einem besseren Ort zu machen.“

Die Verleihung eines „Friedenspreises“ im Namen einer Institution wie der FIFA ist eine Verhöhnung all jener, die sich tatsächlich für den Frieden einsetzen. Denn diese hat mit Frieden nicht das Geringste zu tun. Die Verleihung des Preises an Trump ist zudem ein grober Verrat am Andenken der Hunderttausenden von Kindern, Frauen, Männern, Alten und Jungen, die in Gaza, im Libanon, im Jemen, in der Ukraine und in anderen Ländern ermordet wurden. Die FIFA, eine der führenden Institutionen des wilden Kapitalismus, spielt als eine der grundlegenden Institutionen, die das System repräsentieren, weiterhin ihre schmutzige Rolle.