„Die internationale Konkurrenz droht uns zu überholen“, beklagte Meiswinkel, ein Vertreter des weltgrößten Autokonzerns Volkswagen (VW), in einer aktuellen Pressemitteilung und beklagte, dass das Unternehmen in den ersten drei Quartalen „nur“ 4,49 Milliarden Euro Gewinn gemacht habe statt 4,99 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Der VW-Konzern hat am Ende den zehnprozentigen Gewinnrückgang durch Lohnkürzungen und Entlassungen kompensiert. Vor einigen Wochen , sprach Konzernchef Oliver Blume vor Tausenden von Mitarbeitern auf einer Versammlung im Wolfsburger Stammwerk und hielt eine Rede voller Drohungen und falscher Versprechungen über den zunehmenden Wettbewerb und den Nachfragerückgang, in der er sagte, dass „dringende Schritte notwendig sind, um die Zukunft von Volkswagen zu sichern“.
Die Lage sei „ernst“, so der Vorstandsvorsitzende. Konkurrenten drängen mit ungeahnter Stärke auf den Markt und der Preisdruck sei „enorm“. Gleichzeitig soll VW die Führung in China zurückgewinnen, das einst ein sehr profitabler Markt war, aber ins Hintertreffen geraten ist. Der Verlust von immer mehr Marktanteilen an die lokale Konkurrenz und die sinkenden Gewinne zwingen VW weltweit zum „Sparen“. Blume sagt, dass die Arbeitskosten in Deutschland zu hoch sind und dass VW darauf reagieren muss: „Die Pläne dafür liegen auf dem Tisch“.
***
Seit September arbeiten die IG-Metall und das VW-Management zusammen, um angesichts der schwächelnden Nachfrage „stärker zu sparen und nicht ausgelastete Werke effizienter zu machen“.
Trotz der Zugeständnisse der IG-Metall-Spitze konnten am Anfang keine Einigung erzielt werden. Die VW-Geschäftsführung hat kürzlich einen Vorschlag der IG-Metall und des Betriebsrats, der Lohnkürzungen ohne Entlassungen oder Werksschließungen vorsah, als unzureichend zurückgewiesen. In dem Wissen, die Gewerkschaftsführung im Griff zu haben, wies Blume diese arrogant zurück: „Der Vorschlag ist nur ein Anfang und reicht bei weitem nicht aus“.
Mit Blick auf die vierte Verhandlungsrunde erwartetete Daniela Cavallo, Betriebsratsvorsitzende, dass dann die Weichen gestellt werden, „entweder eine Annäherung oder eine Eskalation“. Nach dem rücksichtslosen Verhalten des VW-Managements zu urteilen, war eher eine Eskalation des Streits zwischen den Beschäftigten und dem Unternehmen zu erwarten als eine Annäherung. Die Frage war, ob die Gewerkschaftsführung und die Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo so mutig sein werden wie das VW-Management. Zweifelsohnehätte auch der Druck der Arbeitnehmer an der Basis in diesem Prozess entscheidend sein.
VW-Chef Blume zeigte sich bei dem Treffen in Wolfsburg sehr realistisch, offen und drohend und betonte, dass das Management nicht in einer „Was-wäre-wenn-Welt“ arbeite, sondern Entscheidungen in einem sich schnell verändernden Umfeld treffe.
Die Vorwürfe, das Management sei mit vielen falschen Produktentscheidungen allein für die Krise verantwortlich, wies der Vorstandsvorsitzende zurück: „Unsere Produkte sind gut, jetzt müssen wir die Kosten senken – in allen Bereichen“. VW könne die besten Autos der Welt produzieren: „Wenn der Konzern damit kein Geld verdient, ist das egal“, so der Vorstandsvorsitzende.
Blume, der Sprecher dieser geldgierigen Menschen, forderte die Beschäftigten auf, die langfristige Bedeutung der Lohnkürzungspläne nicht aus den Augen zu verlieren: Es gehe bei der Entscheidung „auch um Kinder und Enkel, die noch eine Zukunft haben müssen“. Selbst die kapitalistischen Medien, die über die Versammlung und ihre Atmosphäre berichteten, zeigten, dass die Worte des Vorstandsvorsitzenden keinen Einfluss auf die Arbeitnehmer hatten.
„Etwa 20.000 Arbeiter versammelten sich in und um die Halle, viele von ihnen hatten Protestbanner dabei und pfiffen ihren Ärger heraus. Um den Andrang zu bewältigen, wurde die Veranstaltung auch auf Großbildschirmen nach draußen übertragen.“
VW-Chef Blume zeigte sich bei dem Treffen in Wolfsburg sehr realistisch, offen und drohend und betonte, dass das Management nicht in einer „Was-wäre-wenn-Welt“ arbeite, sondern Entscheidungen in einem sich schnell verändernden Umfeld treffe.
Die Vorwürfe, das Management sei mit vielen falschen Produktentscheidungen allein für die Krise verantwortlich, wies der Vorstandsvorsitzende zurück: „Unsere Produkte sind gut, jetzt müssen wir die Kosten senken – in allen Bereichen“. VW könne die besten Autos der Welt produzieren: „Wenn der Konzern damit kein Geld verdient, ist das egal“, so der Vorstandsvorsitzende.
Blume, der Sprecher dieser geldgierigen Menschen, forderte die Beschäftigten auf, die langfristige Bedeutung der Lohnkürzungspläne nicht aus den Augen zu verlieren: Es gehe bei der Entscheidung „auch um Kinder und Enkel, die noch eine Zukunft haben müssen“. Selbst die kapitalistischen Medien, die über die Versammlung und ihre Atmosphäre berichteten, zeigten, dass die Worte des Vorstandsvorsitzenden keinen Einfluss auf die Arbeitnehmer hatten:
„Etwa 20.000 Arbeiter versammelten sich in und um die Halle, viele von ihnen hatten Protestbanner dabei und pfiffen ihren Ärger heraus. Um den Andrang zu bewältigen, wurde die Veranstaltung auch auf Großbildschirmen nach draußen übertragen.“
