Zehntausende Arbeiter:innen haben die VW-Werke in Deutschland erneut ins Stocken gebracht. Auch vor dem vierten Anlauf der Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den Konzernbossen haben die Beschäftigten die Arbeit niedergelegt, um zu protestieren. Am Warnstreik, der diesmal vier Stunden dauerte, nahmen allein in Wolfsburg 38.000 teil. Und auch 2025 soll gestreikt werden, wenn die Chefetage keine Kompromissbereitschaft zeige.
Das Unternehmen hält sogar im Gegenteil weiterhin an seiner geplanten 10-prozentigen Kürzung der Löhne und den Massenentlassungen fest. Gerechtfertigt wird das Vorhaben mit „Überkapazitäten“ und der Notwendigkeit von Kostenentlastungen. Anders ausgedrückt gibt der größte Automobilkonzern Europas vor, andernfalls im internationalen Wettbewerb schlechte Karten zu haben.
Dass bei VW jedoch die Kasse wie gewohnt klingelt und Manager sich auf Kosten der Beschäftigten täglich bereichern, ist kein Geheimnis. Die IG-Metall fordert daher in ihrem legitimen Gegenargument, dass statt den ohnehin schon an der Inflation leidenden Arbeiter:innen die Manager auf ihre 10% Gehalt verzichten sollen. Auf das Argument der Überkapazität antworten die Beschäftigten wiederum mit der Forderung nach Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnverzicht. Die beabsichtigte Tariferhöhung der Beschäftigten soll dies umsetzen. Mit dem immer wieder präsenten Slogan „Bundesweit, streikbereit!“ haben sie eindrucksvoll geäußert, dass sie ihren Forderungen nachgehen werden; wenn es sein muss, auch im Neujahr.
