15. Mai 2026

Nein zum Wehrdienst! – Über 500 Menschen auf der Straße gegen die Militarisierung Deutschlands

Am Freitag, dem 14.11., gingen über 500 Menschen auf die Straßen Kölns um gegen den bald verabschiedeten Wehrdienst in Deutschland zu protestieren. Von der PdL über diverse Organisationen Kölns und des Umlands bis hin zur Landesschüler:innenvertretung NRW waren viele Gruppen an der Demo beteiligt und darüber hinaus viele Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern von bald betroffenen Kindern. 

Unter dem Motto: „Nein zur Wehrpflicht! – Widerstand aufbauen gegen Krieg und Aufrüstung!“ startete die Demo am Hans-Böckler-Platz am DGB-Haus und endete mitten in Ehrenfeld auf der Venloer Str. 

Die Demonstrierenden brachten mit Redebeiträgen, Musik und Slogans klar auf die Straße: „Wir wollen nicht für das deutsche Kapital in den Krieg ziehen. Wir wollen keine Militarisierung. Wir wollen eine Gesellschaft ohne Krieg, Krise und Armut.“

Der Startpunkt vor dem DGB-Haus war ebenso beabsichtigt. Es sollte ein Zeichen dafür sein, dass nicht nur die Jugend, die Betroffenen und die Engagierten auf die Straße gehen müssen. Auch die Gewerkschaften müssen sich vehement gegen die Kriegstreiberei Deutschlands und die Militarisierung stellen. Jeder Arbeiter und jede Arbeiterin haben ein Interesse daran sich gegen die herrschende Klasse und die ausführende Hand, den deutschen Staat zu stellen. Um eben nicht als Kanonenfutter an der Front oder als Sklave in der Waffenfabrik zu enden, sondern sein oder ihr Leben selbst zu bestimmen.

Der Aufruf der Demo war klar: Dies soll nur der Anfang sein. Die endgültige Verabschiedung des Wehrdienst-Gesetzes kann wohl nicht mehr verhindert werden. Aber die Organisation gegen Wehrpflicht, Krieg und Militarisierung muss nun beginnen, ob in den Schulen, wie bspw. bei dem geplanten Schulstreik am 05.12., den Unis, den Fabriken oder quer in der Gesellschaft.

Zum Ende der Demonstration entschied sich die Polizei die Demonstration auch noch zu kriminalisieren und zu repressieren. Einige Teilnehmer wurden von der Polizei aufgefordert sich auszuweisen, ohne dass irgendein haltbarer Vorwurf hervorgebracht wurde, sie wurden von Polizisten umstellt oder direkt mitgenommen. Am Ende waren dies bloß schwache Einschüchterungsversuche der Polizei, die nur noch mehr bekräftigten, was die Demonstration schon wusste. Die erstarkende Bewegung gegen Militarisierung und Wehrdienst, gegen Krieg, Massaker und Völkermord ist ihnen ein Dorn im Auge. Doch die Solidarität unter den Teilnehmer:innen war größer und die Kraft, die die Gesellschaft hat, um diesem Kriegswahn entgegenzustehen ist nochmal größer. 

Die Message der Demonstration war eindeutig: Der beste Tag sich gegen Krieg und Elend zu organisieren war gestern, der nächstbeste ist heute!