15. Mai 2026

100.000 in Berlin protestieren für Gaza

Unter dem Motto „All Eyez on Gaza“ kamen am Samstag, den 27.09.2026, zehntausende Menschen zusammen. Während die Polizei wie gewohnt eine deutlich niedrigere Teilnehmer:innenzahl von 60.000 Menschen angibt, berichten die Veranstalter:innen von mindestens 100.000 Menschen. Dadurch wurde offiziell ein Rekord aufgestellt, was die Palästina-Demonstrationen in Deutschland angeht.

Etwa 50 Gruppen und Einzelpersonen hatten zur Kundgebung aufgerufen. Zur Kundgebung führte ein großer Demonstrationszug unter dem Motto „Zusammen für Gaza“. Lautstark fielen Slogans wie „Free free Palestine“, „Hoch die internationale Solidarität“ und weitere gegen den Genozid.

Eine Wende war, dass erstmal die Linkspartei aktiv für eine solche Veranstaltung mobilisierte. Die Parteivorsitzende erklärte, dass schon zu lange geschwiegen wurde. Sie betonte ausdrücklich, dass es sich in Palästina um einen Genozid handelt und bricht damit offiziell mit der Linie ihrer eigenen Partei, die diesen Begriff bewusst vermeiden will, bis der Internationale Gerichtshof ein Urteil diesbezüglich fällt.

Auf der Kundgebung sprachen verschiedene Politiker:innen und auch Personen jüdischer Herkunft, wie unter anderem der Musiker Michael Barenboim oder die israelische Kriegsdienstverweigererin Ella Greenberg. Höhepunkte waren auch Acts wie K.I.Z. oder der Überraschungsauftritt des Berliner Rappers Massiv. Auffällig fanden viele, dass sich weder die Grünen noch die SPD zur Demonstration geäußert hatten und auch später auf die Anfrage der Presse nicht äußerten.

Die Palästina Solidarität in Deutschland wird stärker. Immer wieder werden in deutschen Großstädten Massenproteste organisiert und somit die jahrelange Passivität bei dieser Thematik gebrochen. Angesichts des zionistischen Vernichtungskriegs in Gaza stellt dies auch eine unausweichliche Notwendigkeit dar. Am 3. Oktober werden weitere bundesweite Großdemonstrationen der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“ in Berlin und Stuttgart folgen, die sich insbesondere auch gegen den Ukraine Krieg und die imperialistische Aggression seitens der NATO richtet.