Zum 10. Mal jährt sich nun das Suruç Massaker. Im Jahr 2015 versammelten sich hunderte überwiegend Jugendliche aus fortschrittlichen, linken Organisationen wie „Sosyalist Gençlik Dernekleri Federasyonu” (Föderation der sozialistischen Jugendverbände der Türkei) in der Stadt Suruç. Es sollte eine Reise in die Stadt Kobane in Rojava (Nordsyrien) werden, um beim Wiederaufbau zu helfen.
In ihren Taschen hatten sie Spielzeuge für die Kinder dort dabei. Diese Hilfskampagne sollte dazu dienen, Spielplätze zu errichten. Das Motto hieß: „Wir haben es gemeinsam verteidigt, wir werden es gemeinsam aufbauen!“.
Doch durch einen Selbstmordattentäter des IS, der sich in der Menge in die Luft sprengte, wurden 34 junge Menschen ermordet und hundert weitere verletzt.
Es folgten daraufhin noch weitere Attentate in verschiedenen Städten durch den IS. Nach diesem Attentat liefen Polizeikräfte an den verletzten Personen vorbei und blockierten sogar die Krankenwagen. Nicht ohne Grund wird hierbei eine Zusammenarbeit des IS und des türkischen Staates vorgeworfen. Und auch 10 Jahre später steht die kurdische Bewegung vor großen Herausforderungen. Militärisch wird auf der Welt und auch von der Türkei immer weiter aufgerüstet. Syrien, jetzt unter einer reaktionär-islamistischen Führung unter Ahmed al-Scharaa, kann und wird dem kurdischen Volk auch kein Freund sein, nachdem in den letzten Wochen und Monaten Massaker an ihren Brüdern und Schwestern verübt worden sind, den Alawiten und den Drusen. Die Geschichte über die Genossinnen und Genossen von Suruç und auch die aktuelle Situation auf der Welt, wie das Voranschreiten des Genozids an den Palästinensern, den Kriegen in der Ukraine, Kongo, Sudan und noch viele mehr, zeigen uns, dass der Faschismus immer weiter wächst und in diesem System keine Maßnahmen dagegen ergriffen werden. Der Faschismus wird sogar aktiv unterstützt und verharmlost, da er für die Verteidigung der Interessen der Kapitalisten von großer Bedeutung ist. Also ist der einzige Weg, in dem gleichen Mut wie die Genoss:innen von Suruç, sich zusammen solidarisch und kämpferisch gegen den fortschreitenden Faschismus zu stellen und für eine Welt befreit vom Kapitalismus zu Kämpfen – in der jedes unterdrückte Volk, jeder Arbeiter und jede Arbeiterin ein freies, selbstbestimmtes und solidarisches Leben führen können.
