15. Mai 2026

Proteste auf der Welt

Landesweite Proteste in der Gesundheitsversorgung in Argentinien

Am Donnerstag, den 27. Februar, haben mehr als 100 Arbeitnehmer:innenkollektive, Gesundheitsgruppen und -organisationen in Argentinien landesweit gegen die katastrophale Politik von Präsident Javier Milei protestiert. Ein zentraler Protestmarsch in Buenos Aires richtete sich gegen die Unterfinanzierung des Gesundheitssystems, die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und das harte Vorgehen gegen öffentliche Krankenhäuser. Zu den Teilnehmer:innen gehörten Beschäftigte des Gesundheitswesens, Patient:innen und die Mütter der Plaza de Mayo. 

Seit dem Amtsantritt des faschistischen Milei und seiner Regierung hat das argentinische Gesundheitssystem schwere Schläge einstecken müssen. Einerseits hat die Regierung Schritte unternommen, um die finanzielle Verantwortung auf die Provinzen zu verlagern und das Gesundheitssystem zu privatisieren, andererseits hat sie umfassende Haushaltskürzungen im öffentlichen Sektor vorgenommen. Diese Maßnahmen haben zu Engpässen bei wichtigen Medikamenten und medizinischem Personal geführt und gefährden das Leben von immer mehr Patient:innen.

Streik in einer Chip-Fabrik auf den Philippinen

Rund 80 Prozent der 1.800 Beschäftigten der Chip-Fabrik Nexperia in Cabuyao, Provinz Laguna, streikten für eine Lohnerhöhung um 50 Peso (0,80 Euro). Die Arbeiter:innen protestieren auch gegen die Entlassung von gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer:innen. 

Das Unternehmen, das der chinesischen Wingtech-Gruppe gehört, will die Löhne nur um 17 Pesos erhöhen. Vor einem Monat wurde der Streik vom Arbeitsministerium mit der Begründung verboten, das Unternehmen sei „im nationalen Interesse notwendig“. Der Streik richtete sich auch gegen die Entlassung von Gewerkschaftlern.

Streik von 60.000 Universitätsangestellten in Kalifornien, USA

Am Mittwoch begannen rund 60.000 Beschäftigte der University of California (UC) am 26. April einen mehrtägigen Streik für höhere Gehälter, gegen Personalmangel und für bessere Arbeitsbedingungen. Etwa 37.000 Beschäftigte der Universität von Kalifornien, die im Service- und Wartungsbereich tätig sind und von der Gewerkschaft AFSCME vertreten werden, haben einen zweitägigen Streik organisiert. Etwa 20.000 Beschäftigte der Universität von Kalifornien aus den Bereichen Gesundheit, Forschung und Technik, die von der Gewerkschaft UPTE-CWA vertreten werden, traten in einen dreitägigen Streik. 

Werftarbeiter in Australien: Streik für Lohnerhöhungen

Mehr als 400 Beschäftigte der britischen Marinewerft BAE Systems im südaustralischen Adelaide-Vorort Osborne legten am 28. Februar und 4. März für jeweils eine Stunde die Arbeit nieder. Die Arbeiter:innen lehnten ein Angebot von 9,75 Prozent für drei Jahre ab. Zusammen mit den drei auf der Werft vertretenen Gewerkschaften fordern sie 6,5 Prozent pro Jahr für den geplanten Dreijahresvertrag. Die Werftarbeiter haben seit der letzten Lohnerhöhung im Jahr 2023 Lohneinbußen erlitten. Während sich der jährliche Preisanstieg in dem Land um die 6 Prozent bewegt, bestehen die Arbeiter:innen auf einer Lohnerhöhung von 6,5 Prozent.  

Hyundai Steel in Südkorea legt Kaltwalzwerk nach Streiks still

Die Beschäftigten des südkoreanischen Stahlunternehmens Hyundai Steel befinden sich seit Ende Januar im Streik für eine Lohnerhöhung. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Lohnerhöhung von 159 800 Won (etwas mehr als 100 Euro) und eine einmalige Zahlung von 18 Millionen Won an Prämien für 2024. 

Die Unternehmensleitung hat derzeit die Produktion im Kaltwalzwerk gestoppt und eine Aussperrung der dortigen Beschäftigten verhängt. Die Arbeiter:innen erhalten keine Löhne. Eine solche Teilaussperrung hat es bei Hyundai Steel noch nie gegeben.