15. Mai 2026

Zehntausende Streiken bei VW

Mit dem Ende der Friedenspflicht geht der Tarifkampf zwischen der IG Metall und VW weiter. Es wurden Streiks in neun von zehn Werken angekündigt; IG-Metall Verhandlungsführer Throsten Gröger spricht vom „härtesten Tarifkampf, den Volkswagen je gesehen hat.“

An neun von zehn der deutschen VW-Standorte streikten am Montag über 66000 Mitarbeiter:innen für einen Inflationsausgleich von 2000 Euro und 8,5% mehr Lohn. Die Konzernspitze bleibt bisher hart und hält an ihrem Vorhaben fest, die Löhne um 10% zu kürzen und stellt Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen in den Raum. Die Verhandlungsführer:innen der IG- Metall geben sich kämpferisch und sprechen von „einem Konflikt, den Volkswagen herbeirief“ und dass der, der die Belegschaft ignoriert, „mit dem Feuer spiele“.

Derzeit sind die Warnstreiks auf zwei Stunden begrenzt und sollen danach in jeder Schicht wiederholt werden. Beendet ist der Streik am Dienstagmorgen. Ein VW Sprecher sprach am Montagnachmittag von überschaubaren Produktionsausfällen und erklärte, dass man das Recht der Arbeiter:innen auf Warnstreiks respektiere und weiterhin auf eine einvernehmliche Lösung setze. Am Freitag hatte der Konzern jedoch den Vorschlag der IG Metall für Einsparungen ohne Entlassungen zurückgewiesen.

Die nächste Verhandlungsrunde findet in einer Woche, am 07.12., statt.