Der vom Menschen verursachte Klimawandel bedroht den Fortbestand des Lebens auf unserem Planeten. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema gelten als umfassend und fundiert. Erwärmung der Erdatmosphäre, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit, Anstieg des Meeresspiegels, Naturkatastrophen, Hungersnöte und Aussterben von Tierarten sind die gravierendsten Folgen des globalen Klimawandels. Führende Klimaexperten warnen, dass selbst nach 28 Jahren Klimaschutzkonferenzen der Verbrauch fossiler Brennstoffe im Jahr 2024 ein Rekordniveau erreicht hat und die globale Erwärmung anhält. Wenn das so weitergeht, so warnen Experten, ist bis 2100 eine Erderwärmung von mehr als 3 Grad nicht mehr auszuschließen. Als Gründe dafür werden Jahrzehnte des rücksichtslosen, nicht nachhaltigen Verbrauchs und der Produktion angeführt.
Die Kapitalisten und ihr Wirtschaftssystem sind für den durch den Menschen verursachten Klimawandel verantwortlich. Laut dem neuen Bericht „A Planet for the 99%“ von Oxfam, verursachen die reichsten ein Prozent der Weltbevölkerung mehr Kohlenstoffverschmutzung als die fünf Milliarden Menschen, die die ärmsten zwei Drittel der Menschheit ausmachen. Die Investitionen der 125 Milliardäre, die auf der Liste der reichsten Menschen der Welt stehen, stoßen jedes Jahr 393 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) aus. Darüber hinaus verursachen die 12 reichsten Milliardäre der Welt mit ihren Yachten, Privatjets, Villen und Finanzanlagen mehr Treibhausgasemissionen als die jährlichen Energieemissionen von 2 Millionen Haushalten.
Dem Bericht zufolge waren die reichsten 1 Prozent im Jahr 2019 für 16 Prozent der weltweiten Verbrauchsemissionen verantwortlich. Die Kohlenstoffemissionen der reichsten 1 Prozent werden im Jahr 2030 22 Mal höher sein als das Niveau, das mit dem 1,5°C-Ziel des Pariser Abkommens vereinbar ist. „Der Klimawandel verschärft bereits jetzt die Ungleichheiten zwischen und innerhalb von Ländern“, stellt Oxfam in seinem Bericht fest.
