13. Mai 2026

Wie der Krieg die Jugend beeinflusst – Perspektive Bundeswehr?

Im Krieg sind Kinder und Jugendliche die unschuldigsten Opfer – doch nicht nur Kinder in Kriegsgebieten leiden unter der anhaltenden Kriegspolitik des Westens. Jugendliche in Deutschland haben zunehmend Angst vor einem Krieg in Europa. Laut einer Studie geben fast 70 Prozent der 14- bis 29-Jährigen an, dass dies ihre größte Sorge sei, sogar noch vor dem Klimawandel. Der Ukraine-Krieg wirkt für sie durch die geografische Nähe greifbarer als frühere Konflikte. Diese Ängste belasten Kinder und Jugendliche emotional stark, da solche Bedrohungen bisher nur aus Geschichtsbüchern bekannt waren.

Diese Bedrohungen sind alles andere als unrealistisch und sie gehen auch über den Ukraine Krieg hinaus. Die Gefahr eines Dritten Weltkriegs wächst zunehmend, nicht zuletzt wegen der sich täglich verschärfenden Eskalationssituation im Nahen Osten aufgrund der zionistischen Kriegspolitik oder der militärischen Konfrontationen im Asien-Pazifik Raum. Die kapitalistische Wirtschaft, die dadurch immer mehr zu einer Kriegswirtschaft wird, beeinflusst die Lebensbedingungen der Jugendlichen direkt. Gelder, die in das ohnehin schon völlig unzureichende Bildungs- und Gesundheitssystem gesteckt werden sollten, fließen in Militarismus. Allein mit dem 2022 beschlossenen Sondervermögen in Kombination mit den jährlichen Ausgaben für die Bundeswehr wurden ganze 180 Milliarden Euro für Krieg bereitgelegt. Die Rechnung hierfür tragen selbstverständlich wieder die Lohnabhängigen, die unter anderem mit der Inflation und den steigenden Preisen zu kämpfen haben.

Bundeswehr rekrutiert Minderjährige

Die Bundeswehr steht immer wieder in der Kritik, aktiv Minderjährige zu rekrutieren. Jährlich machen Jugendliche unter 18 etwa 10 % der neuen Rekruten aus. Um Jugendliche zu gewinnen, setzt die Bundeswehr auf gezielte Werbung, oft über soziale Medien, Schulen und spezielle Jugendveranstaltungen. Man erinnert sich an die viele Bundeswehr Werbung auf Pizzakartons vor ein paar Jahren. Jugendliche werden gelockt durch höhere Löhne und akademische Chancen, unabhängig von Schulnoten. Auf diese Weise ist selbst das Medizinstudium in greifbarer Nähe, wodurch vor allem Kinder von vernachlässigten, bildungsfernen Familien in die Falle gehen. Das heißt, dass es sich in den meisten Fällen um Kinder sozial schwacher Familien oder Familien mit Migrationshintergrund handelt.

Über Social-Media-Kampagnen wird ein modernes und abenteuerliches Bild des Soldatenlebens gezeichnet. Diese Verharmlosung von Militarismus und Krieg stellt eine ernsthafte Gefahr für das gesellschaftliche Bewusstsein dar, insbesondere für das von Jugendlichen. Indem das Militär als Abenteuerspielplatz dargestellt wird, werden den brutalen Realitäten von Krieg keine Beachtung geschenkt. Konsequent wird verschwiegen, dass Kriege in erster Linie der Durchsetzung ökonomischer Interessen dienen; sei es die Sicherung von Rohstoffen, Märkten oder geopolitischer Kontrolle.

Durch die Romantisierung des Militärdienstes werden junge Menschen dazu gebracht, sich für diese Ziele zu opfern, während diejenigen, die von Krieg profitieren – Rüstungsunternehmen, multinationale Konzerne und politische Eliten – unberührt bleiben. Der Krieg dient der herrschenden Klasse der imperialistischen Länder ausschließlich als Mittel zur Expansion und Sicherung von Macht sowie zur Schwächung anderer imperialistischer Konkurrenten. Propagierte Ideale wie Friedensschaffung oder Demokratieexport sind dabei die Lügen, die die Jugend zu freiwilligem Kanonenfutter machen und die Gesellschaft dafür begeistern sollen. Diese Propaganda gilt es zu entlarven, um die Jugend vor ihrem sicheren Tod zu retten und die imperialistischen Kriegstreiber in den Fokus des echten Kampfes für Frieden zu rücken.