Der viertgrößte Automobilzulieferer in Deutschland, ZF, wird bis 2028 14.000 Arbeiter entlassen. Grund für die Entlassungen seien die „hohen Schulden“ und wachsende Preise weltweit. Das Unternehmen beschäftigt deutschlandweit mehr als 50.000 Beschäftigte. Bis 2028 wird jeder vierte Arbeiter seitens ZF vor die Tür gesetzt.
Ein Unternehmen, welches im Jahr 2023 einen Gewinn von 46,6 Milliarden Euro erzielt hat, erwähnt seine Vorgehensweise als „arbeitnehmerfreundlichen“ Stellenabbau. Es sei für die Produktion von E-Antrieben weniger Beschäftigte nötig als zuvor. Ihr Sparprogramm solle die Kosten um sechs Milliarden Euro senken.
Der „arbeitnehmerfreundliche“ Stellenabbau, von dem die Konzernvertreter reden, wird als eine Art „Kompromiss“ angesehen. Seitens der Gewerkschaft IG Metall gibt es bis heute keine Erklärung, wie deren Vorangehensweise ausschauen werden wird. Die Alarmglocken hätten schon am Anfang des Jahres geklingelt haben müssen, denn das Unternehmen kündigte noch vor einigen Monaten Stellenabbau von ungefähr 10.000 Beschäftigten an. Diese fehlende Reaktion erweckt den Anschein, dass wie in der Vergangenheit die IG Metall mit den Vorstandsbossen unmenschliche Verträge eingehen wird und am Ende die Arbeiter:innen mit betrügerischen Abfindungen zufriedenstellen geben müssen. In der Vergangenheit wurde dies seitens der IG Metall als eine Art Triumph gefeiert und der Anschein erweckt, als ob man einen Kampf gewonnen hätte.
Arbeiter:innen sollen in die Rüstungsindustrie
Das jüngste Beispiel beim zweitgrößten Automobilzulieferer Deutschlands, Continental, hat ebenfalls gezeigt, dass viele der entlassenen Industriearbeiter:innen aktiv zu Rheinmetall geschickt worden sind, um weiter für die Rüstungsindustrie zu arbeiten und die imperialistischen Pläne Deutschlands weiter anzukurbeln.
In einem Land wie Deutschland, in dem vor mehreren Jahren die Arbeiterbewegung die Rechte der Arbeiter:innen mit großen Aufständen erkämpfte, wird heute vor aller Augen von den Unternehmen und den Gewerkschaften, mit Füßen getreten.
