15. Mai 2026

800 Aktivist:innen blockierten den Hafen Rotterdams

Vergangenes Wochenende blockierten ca. 800 Aktivist:innen zwei Tage hintereinander den Hafen von Rotterdam. Am ersten Tag wurden für über sechs Stunden der LKW-Verkehr aus dem Hafen raus blockiert und am zweiten Tag den Gleis-Verkehr.

Der Hafen von Rotterdam ist der größte Hafen Europas. Durch ihn kommen jährlich 435 Millionen Tonnen Fracht und darunter nachgewiesenermaßen auch Waffen und Militärausrüstung für den zionistischen Staat. Damit ist klar: Nicht nur Deutschland macht sich mitschuldig am Genozid an den Palästinenser:innen. Ebenso die Niederlande und alle anderen europäischen Staaten, die mit Israel Handel betreiben und Ware durch die Häfen Europas Richtung Besatzung senden.

Die Aktivist:innen der Blockade des Rotterdamer Hafens haben diese Aktion eben aus diesem Fakt gestartet. Das Ziel ist der Welt, ähnlich wie bspw. die Global Sumud Flotilla, das Gesicht des Genozids offen zu zeigen, ob es direkt die Besatzung oder ihre Verbündeten sind.

Die Aktion hatte auch direkte Auswirkungen. Zwei Tage lang wurde der Hafen in An- und Ablieferung blockiert und verhinderte so Lieferungen an die Besatzung. 

Auch die niederländische Polizei, als die Knüppeltruppe der niederländischen Herrschenden, hat den Repressionsapparat angeschmissen. Mit Knüppeln und Schilden gingen sie gegen die Aktivist:innen vor, doch die Solidarität für die Klassengeschwister in Palästina unter den Aktivist:innen und ihr Wille war und wird immer größer bleiben. 

Die Komplizenschaft der riesigen Schiffstransport-Monopole, der Hafenbesitzer, des niederländischen Kapitals bzw. das Kapital der gesamten EU ist unbestreitbar und der Kampf gegen diese sollte sich ein Beispiel an der Bereitschaft und Stärke der Blockierer:innen von Rotterdam nehmen. Und diese Aktivist:innen sind ebenso unbestreitbar von dem unzerstörbaren Kampfgeist des palästinensischen Volkes inspiriert.