Aktuell sind innerhalb der Trump-Regierung Pläne im Umlauf, die Konzepte für die Zeit nach dem zionistischen Vernichtungskrieg in Palästina enthalten. In einem Artikel der Washington Post wird über das 38 Seiten umfassende Konzeptpapier berichtet, das erschreckende Details beinhaltet.
Für mindestens 10 Jahre soll das zerstörte Gaza unter US-Kontrolle gestellt werden, damit es in ein profitables Tourismusparadies verwandelt werden kann. Vor allem soll jedoch in Zukunft auf dem ehemaligen Gebiet des Genozids ein Technologie- Industrie- und Handelszentrum entstehen. Im Konzeptpapier wird intensiv auf geplante Investitionen eingegangen, die das Projekt auch für ausländische Konzerne schmackhaft machen sollen.
Das heißt, die Pläne sollen hauptsächlich über die Privatwirtschaft umgesetzt werden. Hierunter werden als mögliche Partner größere Unternehmen wie IKEA, das Bauunternehmen Saudi Binladin Group oder das Beratungsunternehmen Tetra Tech aufgelistet. Außerdem werden Sicherheits- und Militärunternehmen wie DynCorp aufgeführt, die für die staatliche Gewalt zuständig sein sollen. DynCorp war unter anderem in einen Menschenhandels- und Zwangsprostitutionsskandal in den Jahren 1999-2004 verwickelt. Konzerne wie Tesla wiederum sollen als Investoren gewonnen werden und neben ihrer eigenen Industrie auch den Aufbau der Tourismusinfrastruktur (Hotels etc.) unterstützen. Ein weiteres Vorhaben ist der Bau von künstlichen Inseln wie in Dubai.
Was tun mit den Palästinenser:innen?
Um dieses imperialistische Projekt umzusetzen, haben sich die US-Regierungskreise vorgenommen, einen großen Teil des palästinensischen Volkes zur Migration zu bewegen. Jede Person, die „freiwillig“ das Land verlässt, bekommt 5000 Dollar in bar, eine vierjährige Mietenzahlung und ein Jahr lang Lebensmittel. Es wird davon ausgegangen, dass unter diesen Bedingungen mindestens ein viertel die Heimat verlassen und tendenziell auch nicht mehr zurückkehren wird. Genauer gesagt soll diese Form der Bezahlung eben bezwecken, dass die Menschen nicht zurückkommen und somit permanent aus der Heimat vertrieben werden. Diejenigen, die nicht selbst das Land verlassen, werden schließlich mit der Internierung in militärischen Sperrzonen konfrontiert. Ob also „freiwillig“ oder nicht: Ziel ist die vollständige Umsiedlung der zwei Millionen Menschen umfassenden Bevölkerung Gazas.
Die Umsiedlungspläne des US-Imperialismus, die vom israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu stark begrüßt werden, stehen schon seit längerem im Raum. Doch inmitten des fortschreitenden Genozids derartige Pläne zur Verwandlung Palästinas in ein Tourismusparadies zu konzipieren, überschreitet jegliche Vorstellungen der Unmenschlichkeit. Dies demonstriert einmal mehr die von kapitalistischer Profitgier gesteuerte und von Barbarei geprägte Logik der westlichen imperialistischen Großmächte. Die Befreiung Palästinas vom zionistischen Genozid und derartigen barbarischen Plänen liegt einzig allein im antiimperialistischen Kampf und der internationalen Solidarität, insbesondere der der Völker des Nahen Ostens.
