{"id":887,"date":"2020-06-26T08:40:32","date_gmt":"2020-06-26T08:40:32","guid":{"rendered":"https:\/\/resistance-international.de\/?p=887"},"modified":"2020-06-26T08:40:32","modified_gmt":"2020-06-26T08:40:32","slug":"schlachthof-toennies-kapitalismus-toetet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/resistance-info.de\/?p=887","title":{"rendered":"Schlachthof T\u00f6nnies- Kapitalismus t\u00f6tet"},"content":{"rendered":"<p>Der Fleisch-Konzern T\u00f6nnies in NRW hat \u00fcber 1500 Corona infizierte Arbeitskr\u00e4fte zu verschulden. Abgesehen von der Massentierhaltung und schlechten Bedingungen f\u00fcr die Tiere, ist fraglich, wie die Mitarbeiter einer solch raschen Infektion ausgesetzt waren, sodass nun alle Kitas und Schulen im Kreise G\u00fctersloh schlie\u00dfen mussten und ein regionaler Lockdown nicht ausgeschlossen ist.<br \/>\nLaut den Experten sei aufgrund von T\u00f6nnies die Anzahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten Woche auf 270 gestiegen. Auch der angrenzende Kreis Warendorf vermerkte einen Anstieg von 66,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.<\/p>\n<p>Guckt man sich das Unternehmen n\u00e4her an, kann man sich diese Ereignisse leicht erkl\u00e4ren. Die haupts\u00e4chlich aus Bulgarien, Rum\u00e4nien und anderen L\u00e4ndern stammende Belegschaft arbeitete t\u00e4glich zwischen 12 und 15 Stunden. H\u00e4ufig kamen zudem Beschwerden, dass die notwendigen Hygienevorschriften durch die Arbeitgeber nicht eingehalten wurden.<br \/>\nAuf unversch\u00e4mte Weise versuchte Clemens T\u00f6nnies bei seiner Presseerkl\u00e4rung die Schuld auf die osteurop\u00e4ischen Mitarbeiter zu schieben und zu behaupten, sie h\u00e4tten das Virus aus ihren Heimatl\u00e4ndern mitgebracht oder sich nicht an die Vorschriften gehalten. Komischerweise reichte Herr T\u00f6nnies bei dem Ausbruch unvollst\u00e4ndige Adressenlisten ein, welche erst durch das Einr\u00fccken in die Firma eingeholt werden konnten.<\/p>\n<p>Ein ehemaliger Mitarbeiter sagte folgendes: &#8222;Sie werden immer jemanden finden, der f\u00fcr wenig Geld hart arbeitet. Die Menschen, die ihnen das Geld in die Tasche stecken, haben sie jetzt auch noch beschuldigt. Das hat doch keinen Anstand.&#8220;\u00a0Ein Arbeiter von T\u00f6nnies berichtete der S\u00fcddeutschen Zeitung, dass er 200 Stunden im Monat arbeite. Die Arbeiter m\u00fcssten sich in den Unterk\u00fcnften mit drei bis sieben Personen ein Zimmer teilen. Er berichtete von den brutalen Umst\u00e4nden und der Schwere der T\u00e4tigkeit in dem industriellen Schlachthof. Zudem seien er und seine Frau schon vor 2,5 Wochen getestet worden, wobei seine Frau ein positives Testergebnis erhielt. Er wurde dennoch zur Arbeit geschickt und es gab keinerlei Informationen.<\/p>\n<p>Dieser Arbeiter ist ein Beispiel von vielen. Die Menschen dort meldeten sich immer mehr zu Wort und berichteten von den Arbeitsbedingungen. Sie mussten 7 Tage die Woche arbeiten und erhielten nur einen Tag in drei Wochen frei. Fehler in den Lohnabrechnungen, die auf Kosten der Arbeiter gingen, wurden nicht korrigiert und die Chefs f\u00fcllten sich immer mehr die Taschen.<\/p>\n<p>Die Belegschaft bei T\u00f6nnies besteht aus insgesamt 7000 Mitarbeitern, wobei 3500 von Subunternehmen stammen. Aufgrund der schlechten Lebensbedingungen berichteten die Arbeiter von chronischen Schmerzen. Die Firma sortierte sie jedoch einfach aus. Bei Beschwerden wurden sie nicht mehr gebraucht.<br \/>\nJetzt wird in den Medien davon berichtet, die Klimaanlagen der Firma seien schuld gewesen. Sie k\u00f6nnen Gr\u00fcnde suchen wie sie wollen. Dies sind lediglich Heucheleien und Versuche, ihre dreckigen Machenschaften zu vertuschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fleisch-Konzern T\u00f6nnies in NRW hat \u00fcber 1500 Corona infizierte Arbeitskr\u00e4fte zu verschulden. 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