{"id":3161,"date":"2025-01-31T18:19:13","date_gmt":"2025-01-31T18:19:13","guid":{"rendered":"https:\/\/resistance-info.de\/?p=3161"},"modified":"2025-01-31T18:19:14","modified_gmt":"2025-01-31T18:19:14","slug":"widerstand-weltweit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/resistance-info.de\/?p=3161","title":{"rendered":"Widerstand weltweit"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Mexiko wurde gegen die Gewalt der Kartelle protestiert, in Athen boykottierten Anw\u00e4lt:innen Prozesse und Callcenter-Arbeiter:innen forderten ihre Rechte ein. In Indien wurden Proteste gegen Giftm\u00fcll organisiert. In Brasilien protestierten Student:innen gegen die Erh\u00f6hung der Transportkosten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Proteste gegen Kartellgewalt im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Bundesstaat Sinaloa im Nordwesten Mexikos erschossen bewaffnete Kartellmitglieder, die am 19. Januar versuchten, ein Fahrzeug zu entf\u00fchren, zwei Kinder, eines im Alter von 9 und eines im Alter von 12 Jahren und verwundeten zwei weitere.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Stadt Culiacan, der Hauptstadt des Bundesstaates, protestierten die Menschen dagegen, da die Stadt weitgehend vom Drogenkartell kontrolliert wird. Tausende von Menschen, darunter Frauen und Kinder in Schuluniformen, gingen auf die Stra\u00dfe und forderten ein Ende der Gewalt des Kartells und die Rechenschaftspflicht der Verantwortlichen. Eine Gruppe von Demonstranten drang in das B\u00fcro des Gouverneurs von Sinaloa ein, besch\u00e4digte das Geb\u00e4ude und forderte seinen R\u00fccktritt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Anw\u00e4lte boykottieren Anh\u00f6rungen in Athen, Griechenland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anw\u00e4lt:innen in der griechischen Hauptstadt Athen haben gegen ihren Ausschluss von der Vorbereitungsphase des Gesetzentwurfs zur \u201eBek\u00e4mpfung von Gewalt gegen Frauen und h\u00e4uslicher Gewalt\u201c protestiert.\u00a0\u00a0Laut einer Erkl\u00e4rung der Athener Anwaltskammer nahmen die Anw\u00e4lt:innen im Rahmen des am 14. Januar gefassten Beschlusses nicht an den Anh\u00f6rungen teil, au\u00dfer in einigen Sonderf\u00e4llen. Der Streik dauerte zwei Tage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Streik von Callcenter-Besch\u00e4ftigten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Besch\u00e4ftigten in den Callcentern einiger der gr\u00f6\u00dften Technologieunternehmen der Welt wie Apple, Google, Microsoft und Netflix sind in den Streik getreten. Sie fordern das Recht auf Tarifverhandlungen, h\u00f6here L\u00f6hne und bessere Arbeitsbedingungen. Die gewerkschaftlich organisierten Besch\u00e4ftigten von Teleperformance behaupten, dass der Chef Strafma\u00dfnahmen gegen sie ergreift, sie st\u00e4ndig \u00fcberwacht und ihnen sogar grundlegende Dinge wie Toilettenpausen verweigert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Teleperformance, der gr\u00f6\u00dfte Callcenter-Betreiber der Welt, besch\u00e4ftigt in Griechenland rund 12.000 Mitarbeiter:innen. Diese Mitarbeiter:innen sind weltweit t\u00e4tig und bieten Dienstleistungen in 43 Sprachen und Dialekten an. Griechenland war im Jahr 2024 Schauplatz von Protesten und Streiks von Callcenter-Besch\u00e4ftigten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Proteste im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh gehen weiter&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfang 2025 halten die Proteste gegen die Lieferung von 337 Tonnen Giftm\u00fcll in die Stadt Pithampur im Bundesstaat Madhya Pradesh an.\u00a0Im Jahr 1984 starben in der Stadt Bhopal Tausende von Menschen und Zehntausende wurden durch das Gift gesch\u00e4digt, nachdem ein Gasleck in der Fabrik Union Carbide zu einer Katastrophe gef\u00fchrt hatte. Die Verbringung von Giftm\u00fcll aus der Union Carbide-Fabrik, die schlie\u00dflich geschlossen wurde, in die Stadt Pithampur sorgte f\u00fcr Wut und Emp\u00f6rung in der Bev\u00f6lkerung. Es wurden Proteste organisiert und Streiks ausgerufen. Diejenigen, die in der N\u00e4he der Abfallentsorgungsanlagen leben, sehen ihre Umwelt und ihre Lebensbedingungen noch st\u00e4rker gef\u00e4hrdet.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der Proteste hat die Regierung die Abfallbeseitigungsanlage, die Gift in die Umwelt bringt, nicht geschlossen und die Region durch ein massives Polizeiaufgebot in Tarapur und den umliegenden Gebieten in eine Garnison verwandelt. Die Mobilisierung von Ordnungskr\u00e4ften zum Schutz des Unternehmens konnte die Menschen nicht zum Einlenken bewegen. Der Widerstand in der Region geht weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Student:innen protestieren gegen die Erh\u00f6hung der Transportkosten in Sao Paulo, Brasilien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Sao Paulo, Brasilien, protestieren Student:innen seit dem 9. Januar gegen die Erh\u00f6hung der Fahrpreise f\u00fcr Z\u00fcge, U-Bahnen und Busse. W\u00e4hrend die U-Bahn- und Zugtickets um 4 Prozent erh\u00f6ht wurden, wurden die Bustickets um 13,6 Prozent angehoben, die h\u00f6chste Erh\u00f6hung der letzten 10 Jahre.\u00a0Die Studentenvereinigung von Sao Paulo startete Protestaktionen mit der Begr\u00fcndung, dass dies die h\u00f6chste Fahrpreiserh\u00f6hung in der Geschichte der Stadt sei und dass sich die Verkehrsdienste verschlechtert h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 15. und 16. Januar demonstrierten die Studente:innenim Stadtzentrum von Sao Paulo. Die reaktion\u00e4ren faschistischen Stadtbeh\u00f6rden, die die Polizei auf die vor dem Stadttheater versammelten Student:innen loslie\u00dfen, versuchten, die Demonstrant:innen einzusch\u00fcchtern. Trotzdem gehen die Proteste weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Mexiko wurde gegen die Gewalt der Kartelle protestiert, in Athen boykottierten Anw\u00e4lt:innen Prozesse und Callcenter-Arbeiter:innen forderten ihre Rechte ein. 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