{"id":2892,"date":"2024-10-29T18:32:55","date_gmt":"2024-10-29T18:32:55","guid":{"rendered":"https:\/\/resistance-info.de\/?p=2892"},"modified":"2024-10-29T18:32:56","modified_gmt":"2024-10-29T18:32:56","slug":"cop-16-naturschutz-bleibt-eine-luege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/resistance-info.de\/?p=2892","title":{"rendered":"COP 16 &#8211; Naturschutz bleibt eine L\u00fcge\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Es ist ein Kampf ums Leben&#8220;, so Kolumbiens Pr\u00e4sident Gustavo Petro in seiner Er\u00f6ffnungsrede in Cali. Derzeit findet in Cali in Kolumbien die COP 16, die Biodiversit\u00e4tskonferenz der Vereinten Nationen statt. In Kolumbien haben sich dabei viele neben den staatlichen Entscheidungstr\u00e4ger:innen auch NGOs und Aktivist:innen, vor allem von indigenen V\u00f6lkern versammelt, die einen gerechteren Umgang mit der Natur fordern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem zuletzt 2022 in Montreal Ziele f\u00fcr den Schutz der Artenvielfalt formuliert worden waren, soll die Umsetzung dieser nun bewertet werden. Das Problem dabei: Kaum jemand hat die Hausaufgaben gemacht. Das Minimum, eine nationale Strategie zum Naturschutz, haben nur 30 der fast 200 Vertragspartner erf\u00fcllt. Das Ziel (30:30 genannt) bis zum Jahr 2030 30% der Land- und Meeresfl\u00e4chen unter Schutz zu stellen, wird bei weitem verfehlt werden. Auch Deutschland wird es bei weitem verfehlen. Eine Strategie zum Naturschutz bringt man zwar mit, allerdings ist diese noch nicht abgestimmt und g\u00fcltig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem geht es wieder ums Geld. Da L\u00e4nder wie Deutschland ihre Biodiversit\u00e4t und Natur stark besch\u00e4digt haben, sollen vor allem die intakten Naturzonen (meist in sogenannten Entwicklungsl\u00e4ndern) wie der Amazonas in Brasilien oder die Anden in Peru finanziell gesch\u00fctzt werden. Doch niemand will zahlen. Die Gelder sollen \u00fcber die Weltbank durch den Global Biodiversity Framework verteilt werden; ein kompliziertes und b\u00fcrokratisches Verfahren, \u00fcber das sich L\u00e4nder wie Brasilien beschweren. Des Weiteren stehe zu wenig Geld zur Verf\u00fcgung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Schuldenerlass f\u00fcr sogenannte Entwicklungsl\u00e4nder wie Kolumbien ist eine weitere Forderung. Mehr als&nbsp; staatliche Repr\u00e4sentant:innen versuchen jedoch vor allem die Zivilgesellschaft und aktivistische Gruppen&nbsp; L\u00f6sungen zu finden. Eine ihrer zentralen Forderungen: Die Kommerzialisierung der Natur und die F\u00f6rderung von Marktmechanismen zum angeblichen Schutz der Natur als falsche L\u00f6sungen zu verhindern. Allen voran La Via Campesina, ein internationales B\u00fcndnis von Landarbeiter:innen, Fischer:innen, Landlosen und Indigenen aus \u00fcber 80 L\u00e4ndern, ist hier als Gegenpol zur neoliberalen Globalisierung durch die Vereinten Nationen und die Welthandelsorganisation (WTO) pr\u00e4sent. Sie sehen viele Ans\u00e4tze als Greenwashing und als politische Durchsetzung von Konzerninteressen. Sie stellen den Anspruch, die Stimme der Ungeh\u00f6rten zu sein, also derer, die mit der Natur arbeiten und leben. Dabei ist die Rede von wirklicher Klimagerechtigkeit, dem Ende des Extraktivismus und einem systematischen Wechsel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Es ist ein Kampf ums Leben&#8220;, so Kolumbiens Pr\u00e4sident Gustavo Petro in seiner Er\u00f6ffnungsrede in Cali. 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