9. Juni 2026

07. Oktober: 2. Jahrestag des Genozids in Palästina

Im Folgenden geben wir ein Statement des Revolutionären Jugendbundes anlässlich des 2. Jahrestags des seitens Israeals begangenen Genozids gegen das palästinensische Volk wieder:

„2 Jahre Genozid in Palästina – Der Widerstand ist gerechtfertigt!

Ganze 2 Jahre ist es her, dass der israelische Staat seinen Vernichtungskrieg gegen das palästinensische Volk begann. Seitdem sind nach bisherigen offiziellen Angaben rund 70.000 Palästinenser:innen ermordet worden, während nun Wissenschaftler:innen und Stimmen aus der UN sogar von 680.000 Ermordeten sprechen. Ein erheblicher Teil der Ermordeten sind Kinder. Die Zahl der Verletzten geht auf die 200.000 zu und aktuell leiden mehr als eine halbe Million Menschen an einer gefährlichen Hungersnot. Der Gazastreifen wurde in Schutt und Asche gelegt, also unbewohnbar gemacht. Bei diesen Verbrechen gegen die Menschheit bekam der zionistische Staat tatkräftige Unterstützung seitens der westlichen imperialistischen Großmächte, allen voran der USA und Deutschland.

Immer wieder wurden die Taten Israels auf internationaler Ebene mit Genozid und Völkerrechtsverbrechen betitelt. Der internationale Strafgerichtshof gab sogar einen Haftbefehl gegen den israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu raus, doch auch diese Entscheidungen wurden vom Mittäter Deutschland abgelehnt. Wir erleben aktuell, wie Deutschland, das bereits mehrere Genozide in der Geschichte verübt hat, erneut bei einem Völkermord kollaboriert. Während der zionistische Vernichtungskrieg in außenpolitischer und militärischer Hinsicht unterstützt wird, wird im Inneren die palästina-solidarische Bewegung kriminalisiert und mit harten Repressionen konfrontiert.

Ein Blick in die heutigen Nachrichtentitel genügt, um die Rolle des deutschen Staates zu erkennen. Trotz der geplanten Auslöschung und Vertreibung eines ganzen Volkes, wird nicht der Genozid an den Palästinenser:innen hervorgehoben, sondern „2 Jahre Hamas-Angriff“ oder „2 Jahre Hamas Massaker“. Damit bleibt Deutschland seinem Kurs auch nach zwei Jahren treu und deckt dem Zionismus den Rücken, auch wenn die Bundesregierung nun gezwungenermaßen durch den Druck der internationalen palästina-solidarischen Bewegung gelegentlich „friedensuchende“ Worte von sich gibt. Zionistische Kräfte im linken Spektrum, genauer gesagt Rechte im linken Schafspelz, trugen in den letzten Jahren stets die Hetzkampagnen des deutschen Staats gegen palästina-solidarische Kräfte mit. Angesichts des starken Wandels des öffentlichen Diskurses in dieser Zeit sind sie jedoch geschwächt worden, weshalb sie sich aus taktischen Gründen stark zurückgezogen haben.

Der 07. Oktober markiert nicht einen Angriff der Hamas oder einer bestimmten Gruppe. Er markiert auch nicht den Beginn der zionistischen Massaker, denn diese Verbrechen finden bereits seit über 75 Jahren statt. Der 07. Oktober markiert den Beginn des zionistischen Vernichtungskrieges und des Genozids, der die Verbrechen Israels auf die höchste Stufe gehoben hat. Gleichzeitig steht der 07. Oktober für den Widerstand eines seit Jahrzehnten unterdrückten Volkes, dem nichts mehr übrig bleibt, als für seine Befreiung und Existenz zu kämpfen. Wir stehen entschlossen hinter dem Widerstand des palästinensischen Volkes und sehen unsere Verantwortung im Kampf gegen den deutschen Imperialismus, der ein weiteres Mal in der Geschichte einen Genozid unterschreibt. Die Proteste und der Widerstand müssen weitergehen!

Nieder mit dem Zionismus und Imperialismus!
Free Palestine!“