Die Beschäftigten von 7 Amazon Standorten in den USA legten am 19. Dezember während des Weihnachtsgeschäfts die Arbeit nieder, um das Unternehmen zu Vertragsgesprächen mit ihrer Gewerkschaft zu zwingen. Lagerarbeiter:innen in Städten wie New York, Atlanta und San Francisco beteiligen sich an dem „größten“ Streik gegen Amazon, so die International Brotherhood of Teamsters, die etwa 10.000 Arbeiter:innen in 10 Einrichtungen des Unternehmens vertritt.
Laut Bloomberg sagte Teamsters Präsident Sean O’Brien:
„Wenn sich Ihr Paket über die Feiertage verzögert, können Sie Amazons unersättliche Gier dafür verantwortlich machen. Wir haben Amazon eine klare Frist gesetzt, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und das Richtige für unsere Mitglieder zu tun, und sie haben sie ignoriert. Dieser Streik ist ihre Schuld.“ Die Gewerkschaft hatte Amazon eine Frist bis zum 15. Dezember gesetzt, um Verhandlungen aufzunehmen und die Lagerarbeiter:innen stimmten kürzlich für einen Streik.
Auch Verdi kündigte für die Weihnachtszeit Streiks an den Amazon-Standorten in Dortmund und Werne an, um auf die Arbeitsbedingungen und den Stellenabbau aufmerksam zu machen. Die Gewerkschaft will das Unternehmen an empfindlichen Punkten treffen und den Druck für bessere Arbeitsbedingungen erhöhen. Verdi kritisiert, dass trotz öffentlicher Ankündigungen von Amazon, neue Arbeitsplätze zu schaffen, im Hintergrund Stellen abgebaut werden, insbesondere in Werne, wo bereits 150 Arbeitsplätze gestrichen wurden. Zudem werden die Arbeitsbedingungen in Dortmund stark kritisiert, insbesondere die Nichteinhaltung gesetzlicher Ruhezeiten und Pausen. Verdi fordert die Anerkennung des Tarifvertrags des Einzel- und Versandhandels sowie einen Tarifvertrag für „Gute und gesunde Arbeit“. Der Stellenabbau betreffe vor allem engagierte Kolleginnen und Kollegen, die sich aktiv für ihre Rechte eingesetzt haben.
